QQQs In Altena

QQQs in Altena


Altena am Fluss Lenne um 1840


Altenas wirtschaftlicher Aufschwung begann nach dem 30jährigen Krieg, als ab 1660 der Grosse Kurfürst in der gesamten Grafschaft Mark das Handwerk und den Handel intensiv zu fördern begann und Familien aus anderen Industriebereichen ansiedelte wie z.B. Solinger Klingenschmiede, Nürnberger Panzermacher, Iserlohner Silberschmiede, Nadler aus dem Rheinland. Sehr stark spezialisiert hatte Altena sich dann auf das Drahtzieherhandwerk sowie auf die verschiedenen Verarbeitungsmethoden von Draht zu Stiften, Schrauben, Nägeln, Ketten und zu militärischer Schutzkleidung.

Die Altenaer und die Lünener Linie der Qs wurde von Dietrich Hermann (Theodorus Hermanus) Quitmann( 1679-1756) , ursprünglich aus Iserlohn , begründet, der in erster Ehe mit Catharina Gertrud Störing verheiratet war. Offensichtlich begann er irgendwann nach dem Tod seiner ersten Frau 1707 und vermutlich auch seiner drei kleinen in Iserlohn geborenen Kinder, in Altena Anfang des 8. Jahrhunderts ein neues Leben.

Er heiratete um 1715 dort die Tochter des Neuenrader Bürgermeisters Anna Elisabeth Bernegau und bekam mit ihr 7 Kinder, von denen aber nur eins bis heute Nachkommen hat. Alle sogenannten “Altenaer und Lünener Quitmanns” stammen von diesem Dietrich Hermann Quitmann und seinem Sohn , dem spätere Strumpfweber Johann Diedrich Quitmann ab.

Johann Diedrich selbst hatte 9 Kinder und von ihnen 31 Enkelkinder und damit war - trotz der hohen Kindersterblichkeit - eine solide Grundlage für eine weitere Ausbreitung der Familie Quitmann in Altena und Umgebung gelegt.

Ein sehr starker Familienast, auch von unseren Vorfahren als “Altenaer Linie bereits sehr detailliert erforscht geht zurück auf  Johann Hermann Quitmann ( 1758-1817) und dessen Sohn , dem Gastwirt Dietrich Hermann Carl Quitmann(1785-1852), Altena, verheiratet mit Maria Catharina Tillmann von der wir das älteste Foto in unserer Fotosammlung besitzen.


Maria Catharina Quitmann geb. Tillmann

 

Die Nachkommen des Gastwirts Dietrich Hermann Carl Quitmann

In Altena hatte Dietrich Hermann Carl Quitmann eine Gastwirtschaft. Seine 9 Kinder wuchsen hier auf. Sein Sohn Eduard , dessen Familie wir noch nicht bis heute rekonstruieren konnten, übernahm später die Gastwirtschaft . Seine Brüder zogen dann aber nach Neuenrade, Werdohl, Geisenheim und Düsseldorf.

 

Die Tochter Amalia Quitmann blieb unverheiratet und lebte im Haushalt ihres Bruders Wilhelm August in Geisenheim. Von ihr , der von allen Kindern geliebten “Tante Malchen” ist dieses schöne Foto überliefert.


Amalia Quitmann (Tante Malchen)

 

Der Gasthof , später das Hotel Quitmann war Mittelpunkt des gesellschaftlichen Lebens in Altena. Hier fanden die wichtigen Bälle, Familienfeiern , Konzerte aber auch politische Zusammenkünfte statt.


Hotel Quitmann, Altena

 

Die folgenden Nachkommenbücher geben Auskunft über die Entwicklung der aus diesem Ast stammenden Familien.

 

 
 

Nachkommenbuch 8: Carl Friedrich Quitmann
und seine Frau Julie Reifurt

 

Carl Friedrich Quitmann, geb. 1818 in Altena, gest. 1907  in Neuenrade, war 50 Jahre Lehrer und Organist in Neuenrade, gründete dort auch den Gesangsverein und wohnte mit seiner Frau und ihren 10 Kindern in der “Ersten Straße Nr. 21”, dem alten Schulhaus.Er erzog seine Kinder mit großer Sorgfalt und wollte, dass sie die Weltsehen und auch fremde Sprachen beherrschten.

 
 

Schulhaus und Wohnhaus der Familie Carl Quitmann


Seine 4 Söhne emigrierten Mitte des 19. Jahrhunderts nach England, wo seine Nachkommen bis heute wohnen. Nur die Nachkommen seiner ältesten Tochter Maria blieben in Deutschland und wohnen bis heute in Neuenrade und Umgebung. Die anderen Töchter blieben unverheiratet, zwei von ihnen, Anna und Adelheid, wurden Lehrerinnen in Neuenrade und Büren.Auf dem Alten Friedhof in Neuenrade ist der schöne Familiengrabstein erhalten, der unter Denkmalschutz steht.



Familiengrab Carl Quitmann auf dem Alten Friedhof Neuenrade

 






Nachkommenbuch 9: Wilhelm August Quitmann, Geisenheim,
und seine Frau Lisette Bilstein




Familie Wilhelm August Quitmann, Geisenheim

 

Wilhelm August Quitmann, 1819 - 1901, zog von Altena nach Geisenheim und eröffnete dort ein Weingut, das nicht nur das Hotel seines Vaters in Altena und Bruders Hermann in Werdohl belieferte, sondern auch eine Niederlassung in London besass. Das gastfreie große “Haus Friedheim” hat viele Gäste gesehen wie wir aus einem glücklicherweise erhaltenen Gästebuch wissen.

Dieter Quitmann hat in Heft 3 unserer MITTEILUNGEN einen längeren Bericht über diese Familie geschrieben.



Nachkommenbuch 10Hermann Quitmann
und seine Frau Minna Dunker



Hermann Quitmann, Hotelier in Werdohl

Hermann Quitmann ,1826-1878, ebenfalls ein Bruder von Carl F. Quitmann, zog von Altena nach Werdohl und führte dort das HOTEL QUITMANN an der Lennebrücke, das - genau wie das Hotel seines Vaters in Altena - in Werdohl Mittelpunkt des gesellschaftlichen Geschehens war. Mit seiner Frau Minna Dunker hatte er 14 Kinder, von denen 7 aber schon bei der Geburt oder in ganz jungen Jahren starben. Bärbel Lutt, deren Mutter aus dieser Familie stammt, in Heft 17 unserer MITTEILUNGEN ausführlich über diese Familie berichtet.


Nachkommenbuch 11: Adolph Quitmann und
seine 1. Ehefrau Bertha Flick
sowie seine 2. Ehefrau
Pauline Mahlendorf



Adolph Quitmann, 1834 - 1904, war der jüngste Sohn von dem Gastwirt Dietrich Hermann Carl Quitmann aus Altena. Er war Klempner und Blechschmied und hatte später in Düsseldorf eine eigene Firma. Sein Sohn Walter hat uns ein leider unvollendet gebliebenes Manuskript über viele Mitglieder der Familie hinterlassen, denn er war viele Jahre ein engagierter Familienforscher und hatte viel Material zusammengetragen, was dann leider bei einem Bombenangriff in Essen nahezu vollständig verbrannte. Aus seiner Erinnerung heraus hat er uns wesentliche Einblicke in die Familien seiner Vorfahren gegeben, indem er sie mit der ihm eigenen Warmherzigkeit beschrieb und für uns dadurch unvergessen machte.


Die Nachkommen von Eduard Quitmann , verheiratet mit Caroline Schulte aus Plettenberg, konnten wir zwar noch eine Generation weiter verfolgen, dann verlieren sich ihre Spuren.





Ebenso kennen wir heute keine Nachkommen mehr von seinem Bruder Rudolf Quitmann, der später in Berlin lebte und dort zwei unverheiratete Töchter hatte - eine davon war die Bildhauerin Helene Quitmann.

 

Rudolph Quitmann


 


 
Im Nachkommenbuch 19 sind die Nachkommen eines Johann Hendrich Quitmann aus Altena verzeichnet, dier wir noch bis in die Gegenwart weiterverfolgen konnten, zu denen wir aber bisher noch keinen persönlichen Kontakt gefunden haben.

 

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