QQQs in Iserlohn

QQQs in Iserlohn

Erstmalig urkundlich erwähnt wurde Iserlohn Mitte des 11. Jahrhunderts .Damals war der Ort bereits eine Münzstätte, hatte also schon eine gewisse Bedeutung. In zeitgenössischen Berichten wird Iserlohn als eine der reichsten und schönsten und Städte der Grafschaft Mark beschrieben. Iserlohn war damals einerseits eine bedeutende Handelsstadt, die mit eigenen Waren in ganz Europa Handel betrieb. Andererseits hatten sich durch die Metallvorkommen der Gegend nicht nur die Drahtherstellung selbst fest etabliert, sondern auch dessen vielseitige Weiterverarbeitung zu Kettenhemden, Fischangeln, Haken, Ösen und Nadeln.

Die hierfür notwendige Wasserkraft war vorhanden und reichte auch für eine gewisse Weile noch aus, um den hohen Wasserverbrauch der Garn- und Tuchhersteller und Färber in Iserlohn zu decken.

Bereits 1684 gab es in Iserlohn im Zusammenhang mit der Belegung der Kirchensitzplätze die Erwähnung eines Johann Heinrich Quitmann aus Lössel. Auch der Kämmerer Bertram Quitmann, sehr wahrscheinlich sein Sohn, erwähnte als Vater einen Johann Henrich aus Lössel. Verschiedene Quitmann Familien, so auch der Lehrer Bernhard Quitmann, dessen schöner Grabstein an der Obersten Stadtkirche erhalten geblieben ist, lebten bereits im 17. Jahrhundert in der Stadt.


Johann Bertram Quitmann ? (- 1677)

Johann Bertram Quitmann war von 1659 bis zu seinem Tode im Jahre 1677 Senator der Stadt Iserlohn,. Lange waren wir uns über seine Nachkommen unsicher, aber kürzlich fanden wir in einer Art Diplomarbeit seines Sohnes Bernhard Quitmann (1635-1703) seinen Namen und konnten ihn so an den Nachkommenast anbinden. Seine Nachkommen jedoch konnten wir ebenfalls lange nicht finden, bis wir in Kontakt mit dem Familienverband ZurNieden kamen und so die Nachkommen von seiner Tochter Katharina Elisabeth (1677-1731), verheiratet mit Johann Caspar ZurNieden, bis heute erfassen konnten.
Dieser Familienast ist im Nachkommenbuch
4 Johann Bertram Quitmann dargestellt.

Henrich Bertram Quitmann ( ? - 1706)


Henrich Betram Quitmann war vermutlich ein Bruder von Johann Bertram Quitmann. Er Kämmerer in Iserlohn und verheiratet mit einer Tochter des einflußreichen Bürgers Caspar Kissing. Wir wissen nicht, wann er geboren wurde, aber er starb 1706. Einer seiner Söhne war Dietrich Hermann Quitmann (Theodorus Hermanus Quitmann), der Stammvater der großen Gruppe der Altenaer Quitmanns ( ab Nachkommenbuch 8 im Kapitel QQQs in Altena). 
Ein anderer Sohn war Johann Hermann Quitmann (1674-1730), der sich zunächst im Archigymnasium von Soest auf seinen späteren Beruf vorbereiten ließ und der dann Prediger in Hattingen wurde.
Dieser Familienast ist im Nachkommenbuch 5 Johann Hermann Quitmann dargestellt.


Johann Hermann Rudolf Quitmann (1689-1757)

Der Name Johann Hermann Qui(e)tmann kam in Lössel mehrfach vor. Meistens wurde einem Kind der Vorname des Vaters, des Paten und ein individueller Vorname gegeben. Welcher der drei Vornamen nun im täglichen Gebrauch war, welcher bei Kirchenbuch- oder sonstigen Eintragungen verwendet wurde, war oft nur zufällig. Die Zuordnung ist deshalb in diesen ersten Generationen nicht immer leicht, denn “Vater Johann von Lössel” konnte sich auf mehrere Johanns beziehen.Öfter wurde auch jemand Vater, obwohl er bereits einen erwachsenen Sohn und einen Enkel gleichen Namens hatte - da wird dann die Zuordnung der neu geborenen Kinder schwierig, wenn nicht auch der Name der Mutter genannt ist.Hinzu kommt, dass man bei Taufe und Beerdigung oft die lateinische Namensversion benutzte (z.B. Theodorus Hermanus statt Dietrich Hermann), aber wenn dessen Kinder geboren wurden oder wenn er heiratete, wurde die deutsche Namensversion benutzt ( in diesem Fall Dietrich Hermann).

Johann Hermann (Rudolf?) Quitmann, Ratsverwandter und Hospitalprovisor gab ebenfalls an, ein Sohn von Johann Henrich Quitmann aus Lössel zu sein. Er hatte in Iserlohn offensichtlich eine hohe Position und er und seine Frau Maria Catharina Elisabeth Ballot werden ihre Kinder weltoffen und sorgfältig erzogen und ausgebildet haben.

Sein Sohn Stephan Henrich Quitmann verlor früh seine erste Frau und auch einige seiner Kinder, bevor diese 5 Jahre alt waren.

Um 1758 verliess er Iserlohn und zog nach Keecken an die holländische Grenze. Dort war er verantwortlich für den Straßen- und Kanalbau und deren Überwachung und Unterhaltung. Das einzige Kind aus erster Ehe,das noch lebte, Johanna Wilhelmina Louisa, wurde wohl für einige Jahre in die Obhut der Familie seines Bruders Reinhard nach Siegen gegeben, ging dann später für einige Jahre nach Amsterdam und heiratete aber schließlich wieder in Deutschland den Altenaer Giesbert Bohne. Von dieser Heirat ist eine  Aufstellung der Aussteuer erhalten, die wir zur Zeit noch nicht komplett entziffert haben, die aber interessanten Aufschluss darüber gibt, was damals so alles eine Braut mit in die Ehe brachte.

Stephan Heinrich heiratete dann in Keecken Christina Elisabeth Bruckmann, die nicht wie er evangelisch lutherischen Glaubens war sondern zur Reformierten Kirche gehörte. Durch einen unglaublichen Zufall fanden wir ein Schreiben des lutherischen Pfarrers, der in sehr herzlichen, warmen Worten die Erlaubnis zur Eheschliessung nach reformiertem Ritus gab und dem Bräutigam nach den schweren Verlusten in seiner ersten Ehe nun alles Glück wünschte, was Gott für ein Paar vorgesehen habe. Dieses Schreiben ist das entscheidende Dokument über die Zugehörigkeit dieser Familie zu dem Iserlohner Ast der Quitmanns.Das ÜPaar zog mehrmals in unmittelbarer Umgebung um. Aus der Bürgerliste von Kleve ist die Unterschrift von Stephan Henrich noch erhalten. Später lebten sie noch in Kalkar und in Pfalzdorf.Wior wissen nicht, wann und wo dieses Paar gestorben ist.
 

Der älteste Sohn aus dieser zweiten Ehe, Friedrich Heinrich Quitmann, emigrierte später in die USA. Über diesen bemerkenswerten, interessanten Mann, Vater des Generals John Anthony Quitman, haben wir bereits in mehreren Artikeln in unseren MITTEILUNGEN berichtet.

Ein weiterer Sohn von Johann Hermann Rudolf Quitmann war Johann Reinhard Quitmann. Er hat in Duisburg Jura studiert und lebte zunächst mit seiner Frau und 13 Kindern in Siegen. Später zog er mit seiner Familie nach Amsterdam und dort konnten wir auch einige Heiraten seiner Kinder und Geburten seiner Enkelkinder wiederfinden.Kontakt zu seinen heutigen Nachkommen, die es sicherlich gibt, wenn auch unter anderen Namen, haben wir noch nicht gefunden.
Dieser Nachkommenast ist in dem Nachkommenbuch 6 Johann Hermann Rudolf Quitmann zusammengefasst.


Johann Hermann Qui(e)tmann (?-1705)


Es gab aber noch weitere Q-Familienäste in Iserlohn, so die Familie des Vorstehers der Wandtmacher Johann Hermann Qui(e)tmann, der mit einer weiteren Tochter von Caspar Kissing verheiratet war und als Ratsverwandter benfalls zur Oberschicht in Iserlohn gehörte. Sein Familienast ist in Nachkommenbuch 7a Johann Hermann Qui(e)tmann zusammengestellt.

Johann Henrich Quitmann (?-1745)


Vermutlich eng mit der vorhergehenden Familie verwandt war der Wüllner Johann Henrich Quitmann, denn Wüllner und Wandtmacher waren zwei Textilberufe, die eng zusammenhingen.
Sein Familienast ist im Nachkommenbuch 7b Johann Henrich Quitmann zusammengestellt.

Johann (Diedrich?) Hermann Quitmann 1695-1747

Ein weiterer Familienast, der erst bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts von uns erforscht wurde, ist die Familie des Seidentuchmachers Johann D. Hermann Quitmann. Hier gab es offensichtlich schon sehr "bewegliche" Mitglieder, denn wir fanden Nachkommen in Berlin und anderen Orten. Es gab in dieser Familie dann auch Mitglieder, die den katholischen Glauben angenommen hatten, der auch in anderen Iserlohner Familienästen vorkam. Hier muss also noch systematisch weiter gesucht werden.
Sein Familienast ist im Nachkommenbuch 7c Johann D. Quitmann zusammengestellt.

Thomas Diederich Quitmann (1710-1769)

1730 wurde ein Thomas Diederich Quitmann aus Lössel ( 1710-1769) Stadtbürger in Iserlohn.

Viele seiner Nachkommen konnten wir bis heute zuordnen, denn die Familie verzweigte sich weit und wir vermuten dass ebenfalls aus dieser Familie der Jacob Quitmann stammt, dessen Zugehörigkeit wir noch nicht klären konnten.

Sein Familienast ist im Nachkommenbuch 7d Thomas Diederich Quitmann dargestellt.

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