QQQs in Lössel

QQQs in Lössel

Lössel Mitte des 19. Jahrhunderts

 

Man vermutet, dass  in den wenigen unbewaldeten Gebieten der heutigen Städte Hagen, Iserlohn, Balve bereits in der Alt-Steinzeit Menschen gelebt haben. Funde aus den umliegenden Höhlen beweisen dies allerdings erst ab dem letzten vorchristlichen Jahrtausend.

Ab wann Lössel selbst besiedelt wurde, wissen wir nicht genau. Viele Menschen werden dort kein Auskommen gefunden haben, denn die Gegend war waldreich und die notwendigen Vorrichtungen zum Roden der Wälder fehlten zu der damaligen Zeit noch weitgehend.

Die Lebensumstände blieben auch später schwierig. Durch den 30-jährigen Krieg waren viele Höfe stark verwüstet, ehemaliges Ackerland war wieder zu Wald geworden und musste mühsam gerodet werden. Andererseits wurden die Wälder oft planlos ausgebeutet, um Bauholz und Feuerholz zu gewinnen.

Unsere QQQ-Vorfahren in Lössel waren Bauern, aber mit der steigenden Mobilität breiteten sie sich auch zunächst in der Umgegend, dann nach Altena, Lünen, Dortmund, Köln und später auch immer weiträumiger aus und wohnen heute in der ganzen Welt.

Aus der Zeit von 1486 bis etwa 1600 gab es zwar verschiedene Erwähnungen unseres Namens mit unterschiedlicher Schreibweise: dey Quytmansche, Hinrich Twytmann, Johann Twytmann, Qetman, Diderich Quitmann, Joest Twitmann und Quytmann), aber erst seit etwa 1650 haben wir Dokumente aus Aufzeichnungen des Pfarrers Varnhagen und den ersten Kirchenbüchern der sogenannten Bauernkirche in Iserlohn, die uns auch über die familiären Zusammenhänge Aufschluss geben.

Die Bauern in Lössel hatten es nicht leicht im 15./16./17.Jahrhundert. Das Land war schwer zu bebauen, die Erträge mager. Der älteste Sohn übernahm normalerweise den Hof und sorgte für die Eltern und die unverheirateten Geschwister. Die anderen “wanderten aus” - zunächst in das 5 km entfernte Iserlohn. Das ging so über etliche Generationen. So entstanden auch in Iserlohn verschiedene Quitmann-Familien, bei denen jeweils als Vater einer der Lösseler Quitmanns verzeichnet wurde.

In Lössel selbst blieb zunächst alles im bäuerlichen Bereich wie früher. Erst um 1800 herum, als in den umliegenden Dörfern und Städtchen die Industrialisierung weiter fortschritt, gab es bei den Quitmanns in Lössel auch Metallarbeiter, Gelbgießer, Färber und andere Berufe.

Als im Jahre 1738 dieser Quitmann-Hof gebaut wurde, der bis heute existiert und in dem auch heute noch eine Familie Quittmann wohnt, gab es bereits Fundamente eines älteren Hofs an derselben Stelle. Wir können annehmen, dass dies der Ursprungsort unserer Familie ist..


 Der alte Quittmann Hof, Lösseler Str. 149

                                 

Ab Mitte des 19. Jahrhunderts, seit uns also auch von den Lösseler Quittmanns, die sich inzwischen mit zwei tt schrieben, Fotos vorlagen und wir die familiären Zusammenhänge eindeutig klären konnten, haben wir die Nachkommen und ihre Fotos in drei Nachkommenbüchern festgehalten ( für Mitglieder unter DOWNLOADS), nämlich in


Nachkommenbuch 1 :Friedrich Quittmann
( am Ufer) und seine Frau Lisette Brenscheidt



Das älteste Foto, das wir zur Zeit aus Lössel besitzen, zeigt Friedrich Quitmann (1841-1924) und seine Frau Lisette Brenscheidt. Über ihn wurde berichtet, dass er sehr “temperamentvoll” war. Als er beim Holzspalten plötzlich eines seiner Enkelkinder in der Schule ganz fürchterlich schreien hörte - vermutlich hatte der Lehrer den Stock benutzt - lief er mit der Axt in der Hand in die Schule und drohte dem Lehrer damit - Erfolg war, das jener das Kind sofort losliess.

 

Von seiner Hochzeit ist folgende schöne Geschichte überliefert: Es war damals Sitte, dass am Tag der Hochzeit der Brautwagen mit der Aussteuer zum Haus des Bräutigams zog. Um ein Zeichen dafür zu erhalten, wie die Ehe wohl verlaufen würde, wurde dem Wagen immer ein Hahn vom Hof der Braut mitgegeben. Flog er zum Hof der Brauteltern zurück, dann war in der Ehe nichts Gutes zu erwarten.

Da Friedrich Q. ein “Polterkopp” gewesen sein soll und man deshalb offensichtlich mit der Rückkehr des Hahnes rechnen musste, hatte man am Tag der Hochzeit zum großen Vergnügen aller Gäste den Hahn am Brautwagen festgebunden.


Nachkommenbuch 2: Wilhelm Heinrich Quittmann und seine Frau Caroline Wilhelmine Dahmen

Von Wilhelm Heinrich Quittmann 1847-1904 und seiner Frau Caroline Elise Wilhelmine Dahmen liegt uns bisher leider noch kein Foto vor und ausser der Berufsbezeichnung, dass er Fabrikarbeiter war.

Wir hoffen, dass sich bei den Nachkommen der Kinder noch Fotos finden werden, die dieser Familie mehr Gesicht geben werden.

Nachkommenbuch 3: Dietrich Adolf Quittmann und seiner Frau Lisette Caroline Westhelle.

Auch von Dietrich Adolf Quittmann und seiner Frau Lisette Caroline Westhelle hat sich bisher noch kein Foto gefunden und wir wissen auch wenig von ihrer Lebensgeschichte . Sicherlich ist noch so Einiges auf den Dachböden und im Keller “verstapelt” und taucht irgendwann auf.




Sie wohnten in Lössel in diesem Haus, das von ihren Nachkommen restauriert worden ist und heute den Angestellten der Gärtnerei Dietmar Quittmann als Unterkunft dient..









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